ch-x  –  Eidgenössische Jugendbefragungen

Die Jugend ist vielfältigen Veränderungen im Elternhaus, in Schule und Ausbildung, in der Arbeitswelt und in der Freizeit unterworfen. Die ch-x interessieren sich für den Wandel in der Welt der jungen Erwachsenen unseres Landes. Mit Erhebungen bei einer Stichprobe von 19-jährigen sowie allen Stellungspflichtigen suchen die ch-x diesen Veränderungen auf die Spur zu kommen. Aus den Ergebnissen werden Empfehlungen für Bildung und Politik abgeleitet.

Früher – heute

Bereits 1854 wurden die ersten Pädagogischen Rekrutenprüfungen (heute ch-x) durchgeführt. Sie waren eine Prüfung in Rechnen, Lesen und Staatskunde. Dadurch konnte man die Volksschulen der Kantone miteinander vergleichen. Seit ungefähr 1960 werden Themen aus der Welt der jugendlichen Erwachsenen wissenschaftlich untersucht. Inhaltlich reicht das Spektrum vom Schul- und Lebenswissen bis zu Fragen zu Gesundheit, Sport und Lebensqualität.

In den Befragungen werden gleiche und ähnliche Fragen in Mehrjahresabständen wiederholt. Auf diese Weise lassen sich Trends sichtbar machen. Die Auswertungen dienen als wertvolle Entscheidungsgrundlagen für die schweizerische Bildungs-, Jugend- und Gesundheitspolitik.

Wer wird wie befragt?

Befragt werden ab 2004 alle an der Aushebung teilnehmenden jungen Männer, ergänzt um rund zweitausend 19-jährige Frauen und Männer, seien es nun Schweizer oder in der Schweiz lebende ausländische junge Erwachsene. Sie werden nach einem Zufallsverfahren in über 100 Gemeinden ermittelt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ch-x kontaktieren die ausgelosten jungen Leute und bitten sie, den jeweiligen Fragebogen auszufüllen. Die Erhebung wird statistisch ausgewertet. Die Anonymität der Befragten ist gewährleistet.

Das «ch» steht für den schweizerischen Charakter der Jugenderhebungen, das Kreuz für das «Ankreuzen» im Fragebogen. Das «x» ist auch die Unbekannte, die durch die Befragungen bekannt werden soll.

Organisation und Auswertungen

Die Verantwortung für die Durchführung der Erhebungen liegt bei den ch-x. Das VBS (Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport) hat die Oberaufsicht. Die Erhebungen werden in der Regel von einem Hochschulinstitut geleitet und von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ch-x durchgeführt. Die vom VBS eingesetzte Kommission für die ch-x überprüft das Befragungsprogramm und garantiert die Unabhängigkeit der wissenschaftlichen Erhebungen. Die Leitung der ch-x stellt die Verbindung zu den Hochschulen her, koordiniert den Einsatz der rund 200 nebenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und veröffentlicht die Resultate.

Die Ergebnisse der Befragungen werden wissenschaftlich aufgearbeitet und sind im Buchhandel erhältlich. Die Veröffentlichungen beinhalten ein einmaliges Grundlagenwissen über die gesellschaftspolitische Befindlichkeit unserer Jugend.


CH-X - Eidgenössische Jugendbefragungen